Viele heißen Gäste herzlich willkommen und in einigen kann man auch übernachten

Das Kloster von ValldemossaMallorca ist reich an Klöstern und Einsiedeleien verschiedenster Glaubensgemeinschaften. Eines der berühmtesten Klöster ist die Kartause von Valldemossa, nur 17 km von der Hauptstadt Palma entfernt. Sie wurde bereits 1399 unter dem Namen Cartuja de Jesus Nazareno für den Kartäuserorden in der Region Serra de Tramuntana gegründet. Die Klosterzellen wurden während der Säkularisierung verkauft und befinden sich noch heute in Privatbesitz. Besonders interessant sind die in der Kartause eingerichteten Museen wie beispielsweise das Chopin-Museum und die alte Apotheke. Seit 1930 findet in der Kartause von Valldemossa regelmäßig das Chopin-Festival statt.

Des Weiteren befindet sich im Tramuntana-Gebirge das Santuari de Lluc. Aufgrund der Entstehungssage aus dem 13. Jahrhundert pilgern bis zu 45.000 Pilger jährlich im August hierher. Das Klostermuseum und das Klosterhotel sind täglich geöffnet.


Die Gemeinde Arta, Region Llevant, beherbergt weitere sehenswerte Klöster. Das wohl entlegenste Kloster der Insel ist die Einsiedelei Ermita de Betlem. Sie befindet sich etwa 9 km entfernt der Stadt Arta. Aus etwa 280 m Höhe bietet sich ein wundervoller Blick auf die Bucht von Alcudia. Die Einsiedelei wurde erst Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet und ist damit auch noch eine der Jüngsten. Aber sie wird noch immer von einigen Mönchen bewohnt.

Nicht nur die entlegenste Einsiedelei, sondern auch eins der bedeutendsten Heiligtümer der Mittelmeerinsel befindet sich in dieser Gemeinde - die Pilgerstätte Santuari de Sant Salvador. Sie liegt auf dem Puig de Sant Salvador in 509 m Höhe. Das Kloster wurde bereits 1348 gegründet, während die Wallfahrtskirche erst im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Die Festungsmauern wurden von islamischen Besatzern erbaut und trugen seinerzeit den Namen Almudaina d’Arta.

Weiter steht in der Nähe das Sant Antoni de Padua, ein Franziskanerkloster, welches über eine Barockkirche und Tonnengewölbe verfügt, sowie das Prämonstratenser-Kloster Santa Maria del Bellpuig.

Die im 14. Jahrhundert erbaute Ermita de Nostra Senyora de Puig befindet sich auf dem 330 m hohen Puig de Maria. Der Klosterbetrieb wurde aufgrund sich häufender Piratenüberfälle aufgegeben. Dennoch haben sich erneut einige Nonnen hier angesiedelt. Sie bieten Wanderern einfache Übernachtungsquartiere und eine kleine Einkaufsmöglichkeit.

Am Puig de Randa befinden sich drei Einsiedeleien auf engstem Raum. Vom Ort Randa aus ist als Erstes das Santuari de Nostra Senyora de Gracia aus dem 15. Jahrhundert erreichbar. Nur etwa 1 km entfernt befindet sich das Santuari Sant Honorat, welches zum Ende des 14. Jahrhunderts gegründet wurde. Das dritte Kloster ist die ehemalige Franziskaner-Eremitei Santuari de Nostra Senyora de Cura, mit Ursprung im 13. Jahrhundert. Nach dem Verfall aufgrund der Säkularisierung wurde der Wiederaufbau 1913 in die Wege geleitet. Heute leben dort die Brüder des Bußordens von San Francisco de Asis und beherbergen in ihrem Gästehaus einzelne Leute oder auch Familien, die zum Beten, Studieren oder nur zur Erholung Zeit dort verbringen möchten.

 

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